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Metallzäune & Tore3 Min. Lesezeit

Schiebetor oder Flügeltor: Welche Lösung passt?

Breites Schiebetor mit Metalllamellen an einer Grundstückseinfahrt (Beispielfoto)
Beispielfoto

Für Einfahrten kommen vor allem zwei Torarten infrage: das Schiebetor, das seitlich entlang des Zauns verfährt, und das Flügeltor, das sich nach innen oder außen öffnet. Welche Lösung besser passt, entscheidet sich meist an den Gegebenheiten des Grundstücks.

So funktionieren beide Torarten

Schiebetor

Das Torblatt läuft seitlich und benötigt dafür neben der Öffnung eine freie Fläche entlang des Zauns. Es gibt bodengeführte Tore, die auf einer Schiene laufen, und freitragende Tore, die über Rollen an einem Gegengewichtsteil gehalten werden und ohne Bodenschiene in der Durchfahrt auskommen.

Flügeltor

Ein- oder zweiflügelige Tore drehen sich um seitliche Pfosten. Der Schwenkbereich muss frei bleiben – auf der Seite, zu der das Tor öffnet.

Vergleich auf einen Blick

KriteriumSchiebetorFlügeltor
PlatzbedarfSeitlich entlang des ZaunsSchwenkbereich vor oder hinter dem Tor
Ansteigende EinfahrtGut geeignet, da das Tor parallel zum Gelände läuftProblematisch, wenn das Gelände im Schwenkbereich ansteigt
Breite DurchfahrtenGut umsetzbar, besonders freitragendBreite Flügel werden schwer und windanfällig
Schnee und LaubFreitragend: unkritisch; bodengeführt: Schiene freihaltenSchwenkbereich muss frei sein
OptikRuhig, durchgehende FlächeKlassisch, symmetrisch bei zwei Flügeln

Was das Grundstück vorgibt

  • Seitlicher Platz: Ist neben der Einfahrt genügend gerade Fläche für das Torblatt (und beim freitragenden Tor für das Gegengewicht) vorhanden?
  • Gefälle: Steigt die Einfahrt an, ist ein Flügeltor oft nur eingeschränkt möglich.
  • Öffnungsrichtung: Flügeltore öffnen in der Regel zum Grundstück hin; ein Öffnen in den öffentlichen Raum ist meist nicht zulässig.
  • Bestehender Zaun: Höhe, Material und Pfostenraster sollten zum Tor passen.

Antrieb und Sicherheit

Beide Torarten können mit elektrischem Antrieb ausgestattet werden. Bei Schiebetoren kommt meist ein Zahnstangenantrieb zum Einsatz, bei Flügeltoren Dreh- oder Unterflurantriebe.

Für kraftbetätigte Tore gelten besondere Sicherheitsanforderungen, unter anderem nach DIN EN 13241. Dazu gehören Maßnahmen gegen Quetsch- und Scherstellen, etwa Schließkantensicherungen oder Lichtschranken. Antrieb und Sicherheitstechnik sollten deshalb gemeinsam mit dem Tor geplant werden.

Tipp: Planen Sie Leerrohre für Strom und gegebenenfalls Klingel oder Gegensprechanlage ein, bevor Fundamente und Pflaster hergestellt werden.

Fundament und Pfosten

Tore übertragen Eigengewicht und Windlasten in die Pfosten und Fundamente. Freitragende Schiebetore benötigen ein Fundament für die Laufwerke, Flügeltore stabile Torpfosten, die das Moment der Flügel aufnehmen. Die Fundamente werden frostfrei gegründet.

Zur Gestaltung von Zaunanlagen lesen Sie auch Metallzaun als Sichtschutz.

Häufige Fragen

Welche Torart eignet sich bei ansteigender Einfahrt?

Meist das Schiebetor, da es parallel zum Gelände verfährt. Ein Flügeltor braucht im Schwenkbereich ausreichend Bodenfreiheit.

Was bedeutet freitragend?

Ein freitragendes Schiebetor hängt an Laufwerken außerhalb der Durchfahrt. In der Einfahrt selbst ist keine Bodenschiene nötig.

Kann ich ein Tor später mit Antrieb nachrüsten?

Oft ja, wenn das Tor dafür ausgelegt ist und Leitungen vorhanden sind. Einfacher ist es, den Antrieb von Beginn an einzuplanen.

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